«Wer mit Holz heizt, arbeitet dem Klimawandel entgegen»

«Wer mit Holz heizt, arbeitet dem Klimawandel entgegen»

Katharina Weber | 1. November 2019 | Szene

Verkaufsleiter Phillipp Portmann








Als gelernter Ofenbauer mit Weiterbildungen in Betriebswirtschaft und mit langjähriger Erfahrung im Verkauf von Kachelöfen, Cheminées und Schwedenöfen ist
Philipp Portmann Experte für Wohnraumfeuerungen. Seine Affinität zum Feuer und sein besonderer Sinn für Formen bewegten ihn, eine eigene Kollektion zu entwickeln.
Unter dem Namen «swissfirecube» ist diese exklusiv bei Ganz Baukeramik erhältlich.


Insbesondere in den kalten Monaten sorgt ein Cheminée für wohnliche Behaglichkeit.
Kann man diesen Luxus in Zeiten der CO2- und Feinstaub-Diskussion überhaupt noch unbeschwert geniessen?


Selbstverständlich kann man das. Entscheidend ist die Tatsache, dass Holzenergie CO2--neutral ist, weil Bäume bei ihrem Wachstum gleich viel CO2binden wie bei ihrer Verbrennung oder Verrottung wieder freigegeben wird. Zudem ist Holzenergie erneuerbar und damit eine der wichtigsten Formen der nachhaltigen Energiegewinnung in der Schweiz. Jeder einheimische Kubikmeter Holz, der fossile Energien ersetzt, erspart der Umwelt 600 Kilogramm klimaschädigendes CO2. Wer mit Holz heizt, arbeitet dem Klimawandel entgegen. Zudem wächst in der Schweiz jährlich mehr Holz nach als geschlagen wird.
   Moderne Holzfeuerungen verursachen heute bis zu 85 Prozent weniger Feinstaubemissionen als die Vorgänger aus den 70er- und 80er-Jahren. Natürlich mitentscheidend sind ein emissionsarmer Betrieb und insbesondere das richtige Anfeuern – das ist aber keine Hexerei. So wird die Feinstaubbelastung auf ein Minimum reduziert. Eine Anleitung dazu findet man unter anderem auf der Website von Holzenergie Schweiz oder Feusuisse.


Akzente in verschiedenen Materialien und Farben ergänzen die Architektur.
Foto: Ganz Baukeramik AG


Warum ist ein Wohnraumfeuer nach wie vor beliebt?
«Wo ein Feuer brennt, da lass dich nieder!» Gerade in unserer hektischen, digitalen Welt bildet Feuer einen Gegenpol. Es ist analog, entschleunigt und lässt uns zur Ruhe kommen. Um psychisch gesund zu bleiben, brauchen wir zum Ausgleich die Kraft der Natur. Sei es durch Aktivitäten wie Wandern und Spazieren oder Holz hacken und Feuer machen.
   Neben emotionalen Gründen spielen sicher auch wirtschaftliche Überlegungen bei der Anschaffung einer Wohnraumfeuerung eine zentrale Rolle. Gerade in den Übergangszeiten lassen sich mit einem Cheminée, einem Kachelofen oder Kaminofen Heizkosten sparen.
   Warum Wohnraumfeuerungen bei Eigenheimbesitzern aber auch bei Mietern sehr beliebt sind, zeigt eine repräsentative Umfrage, die im Auftrag von Feusuisse durchgeführt wurde und unter www.faktenfeuer.ch dokumentiert ist. Tatsache ist, dass ein hochwertiges Cheminée, ein Kachel- oder Schwedenofen mit modernster Verbrennungstechnik den Wert einer Immobilie steigert.


Holzenergie ist CO2-neutral, weil Bäume bei ihrem Wachstum gleich viel CO2 binden wie bei ihrer Verbrennung.




Welche Farben, Formen und Materialien sind aktuell besonders gefragt?
Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Es lässt sich aber eine Tendenz zu klaren Formen feststellen.
   Auch sind zurückhaltende Farben im Trend, die sich harmonisch ins Gesamtbild einfügen und Raum für persönlich gesetzte Akzente lassen. Keramik in Naturtönen unterstreicht das heimelige Gefühl von prasselndem Feuer. Deshalb haben wir in unserer Manufaktur auch fünf zusätzliche Farben für unsere Kamin- und Kachelöfen entwickelt, die dieses Bedürfnis decken. Stahl in seiner hochwertigsten und feinsten Art ist seit langer Zeit ein Rohstoff, welcher in der Architektur vermehrt eingesetzt wird. Er eignet sich sowohl für Verkleidungen von Cheminées, für Treppen oder Möbel. Stahl lässt sich trotz seiner Kälte sehr schön in die rustikale, wie auch moderne Architektur und bei trendigem Alpenchic einsetzen. Grundsätzlich ist die Feuerstelle ein Teil des Designs und in Form und Farbe darauf abgestimmt.


Ein Swissfirecube bietet grosse Planungssicherheit und Kostentransparenz.
Foto: Ganz Baukeramik AG


Wie funktionieren die H2O-Öfen von Ganz Baukeramik, und können sie eine reguläre Heizung ersetzen?
Wohnraumfeuerungen mit H2O-Technik können als zusätzlicher Energielieferant in das zentrale Heizungs- system integriert oder auch als Primärheizung konzipiert werden. Es gibt Cheminées, Schwedenöfen und Kachelöfen, die über einen Wärmetauscher Wasser erhitzen, welches in einen Pufferspeicher eingespeist wird. Zusätzlich lässt sich auch eine Photovoltaik-Anlage dazu kombinieren. In unserer Ausstellung in Embrach decken wir einen Teil unseres Wärmebedarfs über ein Cheminée ab. Wer sich für die H2O-Technik interessiert, vereinbart am besten einen Termin. Wir zeigen die Anlage gerne in Betrieb.


Der hohe Bedienkomfort einer Gasfeuerstelle bietet eine Alternative zu Holz, ohne an Atmosphäre einzubüssen.
Foto: Ganz Baukeramik AG


Welche Merkmale hat eine Feuerung, die mit Gas betrieben wird?
Eine Alternative zu Holz bietet eine Gasfeuerstelle, welche sich durch einen hohen Grad an Bedienungskomfort auszeichnet. Über eine im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung oder über ein Smartphone ist man jederzeit Herr des Feuers. Man braucht sich keine Sorgen um den Brennholznachschub zu machen, wenn man ein schönes Feuer entfachen möchte.
   Die Wohnung kann effizient und atmosphärisch beheizt werden und es besteht die Möglichkeit, das Flammenbild selbst zu bestimmen. Bei Ganz Baukeramik findet man Gas-Feuerstellen der neusten Generation in allen möglichen Formen und Grössen.

Wie aufwendig ist es, ein Cheminée in ein Bestandsgebäude nachträglich einbauen zu lassen?
Grundsätzlich braucht es dafür einen Schornstein. Dieser kann auch nachträglich so gut wie jedes Haus eingebaut werden. Idealerweise wählt man ein Produkt mit kurzer Einbauzeit. Mit unseren Swissfirecubes haben wir den Nerv der Zeit getroffen. Dank eines hohen Vorfertigungsgrades lassen sich diese in einem Tag betriebsbereit einbauen.
   Eine andere Geschichte ist das Nachrüsten einer offenen Feuerstelle. Wir empfehlen den Einbau einer Kassette oder Verglasung, um ein offenes Cheminée effizienter, sauberer und sicherer zu machen.


Die Keramik des Cheminéeofens speichert nicht nur Wärme, sie unterstreicht auch das heimelige Gefühl vom Feuer.
Foto: Ganz Baukeramik AG


Welche Besonderheiten sind bei der Planung einer Wohnraumfeuerung in einem Minergie-Gebäude zu beachten?
Gebäude sind eine ideale Kombination. Holzfeuerstätten und Komfortlüftungen widersprechen sich nicht, und auch im luftdichten Haus ist ein behagliches Holzfeuer möglich. Eine gute Planung und die Betrachtung des Hauses als Gesamtsystem sind in jedem Fall wichtig. Deshalb rate ich schon in der Projektphase, einen ausgewiesenen Fachberater beizuziehen.

Herr Portmann, besitzen Sie auch eine Feuerstätte?
(schmunzelt) Klar! Im Garten steht ein Swissfirecube Garden und im Haus einen modernes Cheminée, eigentlich der erste Swissfirecube Indoor. Besonders an den Wochenenden möchte ich beides nicht missen. Es gibt auch für mich kaum etwas Schöneres, als mit Familie und Freunden das lodernde und knisternde Feuer und deren gesunde Strahlungswärme zu geniessen.

Ganz Baukeramik AG

Dorfstrasse 101

8424 Embrach

Schweiz

Tel. 044 866 44 44

Fax 044 866 44 22

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