Taubenschutz an historischen und neuen Bauten

Taubenschutz an historischen und neuen Bauten

Haustauben haben sich in vielen Städten vom Nutztier zum Plagegeist entwickelt. Inzwischen verursachen die Schwarmvögel Gebäudeschäden in Millionenhöhe und können indirekt vielen Menschen gesundheitliche Probleme bereiten. Moderne Abwehrsysteme wirken dem entgegen und bieten effizienten Taubenschutz.

Auch wenn sie in vielen Städten übervertreten sind, bringen wir Tauben Sympathie entgegen. Denn die Nutztiere gelten als Friedenssymbol und zuverlässige Boten im sportlichen oder früher auch im militärischen Bereich. Ihre massenhafte Population in städtischen Gebieten bereitet jedoch zunehmend Probleme.

Für Reisende gehören Tauben zum beliebten Hintergrund für Ferienfotografien. (Bild: Gallus Tannheimer_Pixelio.de)
Für Reisende gehören Tauben zum beliebten Hintergrund für Ferienfotografien. (Bild: Gallus Tannheimer_Pixelio.de)

Die Schattenseiten der wachsenden Taubenpopulation spüren neben den Stadtbewohnern auch Liegenschaftsbesitzer: Denn die Nutztiere haben sich in ihrer verwilderten Form zum Problemtier entwickelt.

Taubenkot beschleunigt den Verfall von Mauerwerk

Tauben fühlen sich als Schwarmvögel in Gruppen wohl. Die wachsende Population erhöht den Druck, den Lebensraum auszudehnen und in benachbarten Liegenschaften zu nisten. Taubennester bestehen aus Kot, vermischt mit Federn, Ästen und anderem Baumaterial. Die Nistplätze beherbergen neben Taubenfamilien Zecken, Flöhe, Speck- oder Teppichkäfer, Fliegen und Milben. Wenn sie in den Nestern die nötige Nahrung nicht mehr finden, befallen diese Schädlinge die umliegenden Liegenschaften.

Effiziente Taubenabwehr als Schutz vor Gebäudeschäden
Gezielte Taubenabwehr beugt Gebäudeschäden vor. (Bild: Ratex AG)

Über ihren Kot verbreiten Tauben gefährliche und schwer erkennbare Krankheiten. Die Exkremente wirken aggressiv und beschleunigen den Verfall vieler Baustoffe: Metall korrodiert schneller, wird unansehnlich und schadhaft. Darunter leiden besonders historische oder unter Denkmalschutz stehende Gebäude. Denn ältere, verwinkelte Häuser mit Dachüberständen und Innenhöfen, Nischen und Balkonen sind ideale Ruhe- und Nistplätze. Zudem schleppen die Tiere Körner aller Art mit sich, die in Dachrinnen zum Teil üppige Vegetationen und Verstopfungen zur Folge haben.

Dezente und wirkungsvolle Taubenabwehr

Moderne Taubenabwehrsysteme sind mit blossem Auge kaum mehr zu erkennen: Wichtigstes Prinzip beim Einsatz der heute viel feineren und ausgeklügelteren Methoden ist, dass der Bau selbst keine Veränderung erfahren darf. Wurden früher grobe Netze und gut sichtbare Verschalungen eingesetzt, kommen heute feinere Materialien zum Zug.

Filigrane Netze für effizienten Taubenschutz
Mit blossem Auge kaum erkennbar – Filigrane Drähte und Netze bieten effektiven Taubenschutz. (Bild: Ratex AG)

Die fachmännische Montage der Verdrahtungen und Vernetzungen, aber auch der anderen Abwehreinrichtungen wie Schalldruckköpfen, erfolgt in der Regel nach abgeschlossener Fassadensanierung auf dem bestehenden Gerüst oder oft auch mittels Hebebühne.

Weitere Informationen
Zusätzliche Informationen zur Schädlingsbekämpfung und Taubenabwehr finden Sie auf der Homepage der Ratex AG.

Ähnliche Artikel

9. Dez 2019 | Branchennews

Mit Sichtbetonveredelungen Objekte in Szene s...

Die PSS Interservice Gruppe präsentiert an der Swissbau ihre...

Mit Sichtbetonveredelungen Objekte in Szene s...

18. Okt 2019 | Branchennews

TPF-Zentrum, Givisiez (FR)

Die Infrastruktur der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) ...

TPF-Zentrum, Givisiez (FR)

25. Sep 2019 | Branchennews

Der Beton mit ökologischem Mehrwert

Die Anforderungen an einen Baustoff bezüglich Ökologie, aber...

Der Beton mit ökologischem Mehrwert

11. Sep 2019 | Branchennews

Fassadenfarbe mit maximaler Vielfalt

Die Silikonharzfarbe «Muresko» ermöglicht eine einzigartige ...

Fassadenfarbe mit maximaler Vielfalt
Copyright © 2001-2020 Docu Media Schweiz GmbH

Die führende Schweizer Informationsplattform für Bauprodukte,
Architekturprojekte und Expertenprofile