Starke Fundamente für verdichtetes Bauen

Starke Fundamente für verdichtetes Bauen

Verdichtetes Bauen ist das Gebot der Zeit! Doch nicht jedes Fundament lässt dies zu. Alles was sich senkt – ob Häuser, Fabrikhallen, Strassen oder Flugzeugpisten: mittels Kunstharz-Injektionen aus Polyurethan und ausgefeilter Technik können mangelhafte Fundamentsysteme wieder ins Lot gebracht werden.

«Gründe für Bausetzungen gibt es viele und oft kumulieren sie sich», sagt Hans-Peter Müller, Geschäftsführer der Uretek Schweiz AG mit Sitz in Hergiswil NW. Ursachen für Bodensenkungen seien etwa fehlende oder mangelhafte Fundamentsysteme, schlechte Bodenqualität, zu wenig solide Bauböschungen oder veränderte Grundwasserspiegel. Die Folgen: Risse an Gebäuden und Böden, Gefährdung von Menschen und Fahrzeugen durch unebene Strassen, Brückenauffahrten, Tunnels oder Flugzeugpisten.

Zwei Methoden

Der Trend zu verdichtetem Bauen ist in der Immobilienwirtschaft aktuell. Planer und Entwickler sehen sich grossen Herausforderungen ausgesetzt, wenn sie auf einem Areal eine grössere Dichte erreichen müssen. «Wir arbeiten mit verschiedenen Methoden», erklärt Hans-Peter Müller. Mit den sogenannten «URETEK Deep Injections» werde die Tragfähigkeit des Untergrunds bei Gebäuden erhöht. Die Injektionen können bei bereits eingetretenen Setzungen oder auch präventiv bei schlechten Bodenverhältnissen angewendet werden. «Eine der höheren Baugrund-Anhebungen betrug 24 cm und wurde bei einem Chalet in Grindelwald durchgeführt», sagt der Geschäftsführer. Aber auch bei Aufstockungen von Gebäuden muss der Baugrund gefestigt werden. Aufstockungen von bestehenden Gebäuden sind ein probates Vorgehen, um eine höhere Dichte in einem Areal zu realisieren.

Baugrundverfestigung vor Aufstockungen erhöht Tragfähigkeit
Vor allem bei verdichtetem Bauen ist es wichtig, dass der Bauuntergrund stabil und genügend tragfähig ist.


Mit einer weiteren Methode verdichtet man den Untergrund, um die präzise Anhebung und Nivellierung von abgesunkenen Betonböden zu erreichen.

Für beide Anwendungen braucht es bloss einen Lastwagen, der mit Elektro-Aggregat, Kompressor, Containern mit zwei verschiedenen Kunstharzen, Pumpe und Lasermessgeräten ausgerüstet ist. Zwei bis drei Spezialisten bohren in genau berechneter Tiefe und Distanz Löcher in den Boden oder in das Fundament und führen höchstens 18 mm dicke Injektionsrohre ein. In der Injektionspistole werden die beiden flüssigen Kunstharze gemischt und unter hohem Druck in die Rohre gespritzt. Das Kunstharz quillt sekundenschnell und ist nach einer Viertelstunde ausgehärtet. «Danach ist der vorher defekte Betonboden bereits wieder belastbar», sagt Hans-Peter Müller.

Das Kunstharz verbindet sich mit dem Grundmaterial und füllt die Hohlräume aus. Dabei kann die Expansionskraft, die bis zu 50 t pro m² beträgt, per Laser auf den Millimeter genau gemessen und überwacht werden. «Voraussetzung für den optimalen Erfolg sind gute Kenntnisse der Beschaffenheit des Untergrunds», sagt Hans-Peter Müller, der schon mehrere hundert solcher Eingriffe durchgeführt hat.

Sanierung ohne Baustelle

Die Vorteile der Uretek-Methode sind bestechend. Wird ein Gebäude saniert, sind keine Aushübe und Baustellen nötig. Bei Einsätzen in Fabriken wird die laufende Produktion nicht eingeschränkt. «Wir sind schnell und haben eine Tagesleistung von 15 ml bei der Stabilisierung des Untergrunds von Fundamenten. Bei Betonflächen sind es rund 200 m².»

Maximale Leistung, minimaler Aufwand und dies in kürzester Zeit, das sind zweifellos attraktive Faktoren. Und wie steht es mit dem Umweltschutz, wie mit der Nachhaltigkeit? Hans-Peter Müller lacht, hat diesbezüglich Fragen erwartet. «Studien belegen, dass sich unser Kunstharz im Grundwasser weniger auswäscht als Zement oder Beton.» Auch könne ein Aushub mit gequollenem Kunstharz gewöhnlich entsorgt werden.

Das Institut für Umwelthygiene in Gelsenkirchen hat das Polyurethan-Harz in der Erde chemisch-toxikologisch untersucht und entwarnt. Weder seien Boden-Bakterien gefährdet, noch werde die Lebensdauer von Würmern beeinträchtigt. Selbst im Hinblick auf das Wachstum von Pflanzen wurde das untersuchte Material in der Studie nicht als schädlich oder giftig eingestuft.

Eine letzte Frage bleibt: Wie beständig ist das Kunstharz? Hans-Peter Müller weiss: «Äusserst beständig. Seit der ersten Anwendung von Uretek-Bodeninjektionen vor über dreissig Jahren haben sich weder das Volumen noch die Dichte der Materie verändert.»

Verfasser: Real Estate Move AG

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Uretek Schweiz AG
Uretek Deep Injections©

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