Schulanlage Vorstadt Solothurn

Schulanlage Vorstadt Solothurn

Manuel Pestalozzi | 4. April 2019 | Szene

Vor fast 70 Jahren wurde die Schulanlage Vorstadt in Solothurn erbaut. Sie ist im Stil der Zeit zurückhaltend modern und in die Topografie eingebettet. Der Name der Anlage bezieht sich auf dessen Lage. Am rechten Ufer der Aare stehen die Infrastruktur- und Zweckbauten.

Visualisierung: Wahlirüefli + Rollimarchini Architekten AG


Nördlich der Schulanlage verläuft die Bürenstrasse parallel zum Aareufer, nach Süden grenzt das Areal an die Bahnlinie nach Burgdorf. Die Nachbarschaft im Osten besteht aus Ein- und Mehrfamilienhäusern. Nach Westen grenzt die grosse Spielwiese bereits an die Gewerbezone der Nachbargemeinde Biberist. Dahinter befindet sich die Autobahnausfahrt Solothurn West.

Das langgezogene zweigeschossige Schulhaus mit sechs Primarklassen liegt parallel zur Bürenstrasse, südlich davon abgesetzt liegt ein zweigeschossiges Haus mit einer Tagesschule und der Hauswartwohnung, es folgt die Turnhalle. Die drei von Nordosten nach Südwesten verlaufenden Baukörper werden durch eingeschossige Verbindungstrakte zusammengefasst. Alle Gebäude sind mit Satteldächern gedeckt. Die Volumen im Süden fassen in einer diskreten Klammerbewegung den Pausenplatz, der sich zu einer Spielwiese weitet.

Ein Projektwettbewerb mit Präqualifikation wurde ausgelobt, um die Schule zu sanieren, sowie sie räumlich und technisch dem heutigen Stand der Pädagogik anzupassen. Dabei sollte die Anlage um einen Dreifachkindergarten und eine Erweiterung für die Tagesschule ergänzt werden.

Der neue Schultrakt (im Plan rechts) ergänzt als Solitär die historische Anlage aus den 1950er-Jahren und passt sich ausgezeichnet in den Kontext ein. Plan: Wahlirüefli + Rollimarchini Architekten AG


Ein Ergänzender Pavillon
Das Projekt «Im Schulpark» der Arge Wahlirüefli + Rollimarchini Architekten AG, Biel / Bern wurde im September 2018 zur Weiterbearbeitung empfohlen. Im vorgeschlagenen niedrigen, breit gelagerte Pavillon sind die neuen Nutzungseinheiten hintereinander aufgereiht. Der frei stehende Riegel führt die Ursprungsidee weiter, indem er den Pausenplatz einfasst. Am stadtseitigen Zugang im Osten der Anlage befinden sich die Bibliothek und ein Mehrzwecksaal. Ihr Eingang liegt in der Nordostecke des Gebäudes. Anschliessend reihen sich die drei Kindergarten-Einheiten auf, erschlossen von der Hofseite. Auf der Bahnseite wurde ein Bereich für die Kleinen im Freien geschaffen.

In den zweigeschossigen Bauten des bestehenden Ensembles werden Lifte eingebaut, das mittlere Gebäude erhält im Erdgeschoss einen Essraum mit Küche sowie im Obergeschoss neue Aufenthalts- und Mehrzweckräume.

Der Neubau war nach dem Minergie-P-Eco-Standard zu planen. Dementsprechend wählten die Architekten für die Gebäudehülle vorfabrizierte Holzelemente, die auf eine massive Bodenplatte gestellt werden. Durch natürliche Baustoffe an den Wänden und einem Lehm-Kasein-Überzug der Böden wird ein angenehmes Raumklima geschaffen.

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