Netze aus Edelstahl im Stade Roland Garros

Netze aus Edelstahl im Stade Roland Garros

Carl Stahl Architektur stattet die neuen Tennisplätze des Pariser Stade Roland Garros mit Geländerfüllungen und Ballfangnetzen aus.

Das Stade Roland Garros ist der Austragungsort des geschichtsträchtigen Turniers French Open, das offiziell Tournoi de Roland Garros heisst. Der Tenniskomplex wurde 1928 gebaut und besteht heute aus drei Stadien und 18 weiteren Courts. Er befindet sich im 16. Arrondissement in der Nähe des Bois de Boulogne.

Mit der wachsenden Beliebtheit des Tennissports steigen die Besucherzahlen an Turnieren. Gleichzeitig erhöhen sich auch die Anforderungen des Publikums bezüglich Service, Komfort und Platz. In der Konsequenz hat der Logistikaufwand in den letzten Jahren stark zugenommen. Im Vergleich mit anderen Gaststätten von Grand Slam Turnieren wie dem Australian Open, US Open oder Wimbledon, verfügte das Stade Roland Garros über eine veraltete Infrastruktur, die an die Grenzen ihrer Kapazität stiess.

Roland Garros neuer Court 18

Unter der Führung des Bauunternehmers Vinci Construction France entstehen daher seit 2016 etappenweise neue Sandplätze, zeitgemässe Courts mit Sitzplätzen, neue Aussenräume und Lokalitäten für das Management, Teams, Medienfachleute und Sponsoren. Dreh- und Angelpunkt des Projekts ist der Umbau des Center Courts Philippe Chartier. Um Spielunterbrüche aufgrund des Wetters zu vermeiden, wird der Hauptplatz mit einem mobilen Dach ausgestattet. Für die Vergrösserung der Fläche wurde ein Teil des angrenzenden botanischen Gartens integriert. Das Ende der Bauarbeiten ist auf 2021 angesetzt.

   


Zu der leicht wirkenden Architektur passt das Edelstahlseilnetz «X-Tend» von Carl Stahl Architektur, das im Stade Roland Garros auf unterschiedliche Art verwendet wurde: als transparente Geländerfüllung und feinmaschiges Netz zum Auffangen der Bälle sowie als Rankhilfe für die Begrünung einzelner Fassaden. «Grün» als Thema zieht sich weiter in den Pflanzen, die an den Ballfangnetzen in die Höhe wachsen und die eine Verbindung zum benachbarten Bois de Boulogne und dem botanischen Garten herstellen. Mit der Montage von Solarmodulen setzen die Planer zudem auf Nachhaltigkeit. Für die gesamte Anlage wird das britische Nachhaltigkeitszertifikat BREEAM mit der Bewertung «Very Good» angestrebt.

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