Roter Lift im Retro-Stil für die Tonhalle Maag

Roter Lift im Retro-Stil für die Tonhalle Maag

Seit letztem Herbst spielt die klassische Musik im Maag-Areal. Während der Renovation der Zürcher Tonhalle und des Kongresshauses am See residiert dort das Tonhalle-Orchester. AS Aufzüge hat einen Personenlift im Retro-Stil modernisiert.

Ob im stimmigen Foyer der grosszügigen Bar, im Klangraum für Kammerkonzerte oder in der Orchester-Bibliothek, überall verströmt die Tonhalle Maag diesen ganz besonderen postindustriellen Charme. Bis 2001 produzierte die Firma Gebrüder Maag Maschinenfabrik AG hier in Zürich-West gigantische Zahnräder. In Rekordzeit wurde nun im letzten Jahr gekonnt und mit glücklicher Hand ein Provisorium für das Tonhalle-Orchester erstellt.

Eine Box aus Fichtenholz
Der eigentliche Konzertsaal, der 1224 Musikfreunden Platz bietet, ist eine ‹Box in der Box›. Er wurde 2017 in gerade mal sechs Monaten in die bestehende Halle eingebaut. Fichtenholz und Stahl prägen den Saal. Das verantwortliche Zürcher Architekturbüro Spillmann Echsle Architekten spannte dabei mit dem Münchner Akkustik-Experten Karlheinz Müller zusammen, der akustisch das Optimum herausholte. Für den ausgewogenen Klang sorgen die teilweise schräg angeordneten Reflektoren, aber auch der Umstand, dass es im gesamten Raum keine rechten Winkel gibt.

   

Diskrete Modernisierung
Teamwork von Kunde und Auftraggeber war im Lift-Projekt im Gebäude K zentral. «Unsere Vorgaben an AS waren, dass man den Personenaufzug modernisiert, aber eigentlich nichts davon sehen soll», sagt der Architekt Harald Echsle. Der bestehende Leichtbauschacht wurde voll ausgenutzt, die Kabine mit einer zusätzlichen Rundung im Grundriss so vergrössert, sodass der Lift jetzt rollstuhlgängig ist und mit der neuen Technik enger fährt. Die Schachttüre hat man um 10 auf 80 Zentimeter vergrössert. Verwendet wurden alte, drehbare Türschliesser und ausserhalb des Lifts ein altes Tableau. Wenn einmal doch Standardteile verbaut wurden, so hat man diese nachbearbeitet, so etwa bei verschiedenen Scharnieren. Auf Spiegel wurde verzichtet und eine LED-Leuchte im Retro-Stil an der Decke angebracht. Sämtliche Technik jedoch ist komplett neu mit einem heute gängigen Riemenantrieb und dem Maschinenraum über dem Schacht. Der neue alte Personenlift strahlt nun genau denselben postindustriellen Charme aus wie die zum Konzerthaus umgebaute Maag-Halle insgesamt.

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