Rätselhafte Skulpturen I Ausstellung im Haus Konstruktiv I bis 14. Januar 2018

Rätselhafte Skulpturen I Ausstellung im Haus Konstruktiv I bis 14. Januar 2018

mgt | 13. November 2017 | Agenda

Das Haus Konstruktiv zeigt Werke von Marguerite Humeau, der Trägerin des «Zurich Art Price 2017».

Sphinx Otto Has Absorbed Humankind, 2017, Ausstellungsansicht Museum Haus Konstruktiv, 2017. Foto: Peter Baracchi

Sphinx Otto Has Absorbed Humankind, 2017, Ausstellungsansicht Museum Haus Konstruktiv, 2017. Foto: Peter Baracchi

Marguerite Humeau (geb. 1986 in Cholet, lebt in London) ist in den vergangenen Jahren mit ihren grossformatigen Installationen, organisch und kreatürlich anmutenden Skulpturen bekannt geworden. In ihren Werkkonzeptionen geht Humeau oftmals von prähistorischen Ereignissen, wissenschaftlichen Theorien und okkulten Überlegungen aus.

RIDDLES (Final Beats) – so der Titel der Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv – zählt zu dem grösseren gleichnamigen Werkkomplex RIDDLES, der in Teilen schon in New York (C L E A R I N G New York/Brüssel), Berlin (Schinkel Pavillon) und in Versailles (Bosquet de l’Arc de Triomphe, Château de Versailles) zu sehen war. Im Zentrum der RIDDLES-Ausstellungen steht die Figur der Sphinx, ein Mischwesen aus Mensch und Tier, dessen Anfänge weit zurück in die frühe Menschheitsgeschichte reichen. Sowohl in der ägyptischen als auch in der griechischen Mythologie wird der Sphinx eine Schutzfunktion zugesprochen, die Fähigkeit, die Menschheit vor potenziellen Feinden zu bewahren. Im antiken Griechenland entscheidet sie zudem – je nach richtiger oder falscher Beantwortung eines Rätsels – über Leben und Tod.

Marguerite Humeau schafft einen Brückenschlag von der Vergangenheit in die Gegenwart und stellt die Hypothese auf, dass heutige Überwachungssysteme, Drohnen beispielsweise, die direkten Nachkommen der antiken Figur Sphinx sind. Bei ihrer Recherche über die Ursprünge der Sphinx stiess die Künstlerin auf den 35’000 bis 41’000 Jahre alten Löwenmenschen, der 1939 im Hohlenstein-Stadel im Lonetal ausgegraben wurde. Sphinxartige Figuren wurden demnach schon im Jungpaläolithikum geschaffen, in einer Zeit also, in der die Menschheit wilden Tieren ausgesetzt und noch nicht die dominante Spezies auf der Erde war. Dies führte die Künstlerin zu der Annahme, dass die frühe Menschheit die Figur der Sphinx zur Abwehr feindlicher Angriffe als eine Art Schutzgottheit erfunden hat. Humeau begreift die Sphinx als ein Hybridwesen aus allen drohenden Angreifern, die sie beschützt wie auch bedroht.
Monument for Humankind, 2017, Ausstellungsansicht Museum Haus Konstruktiv, 2017. Foto: Stefan Altenburger

Museum Haus Konstruktiv
Selnaustrasse 25
8001 Zürich

hauskonstruktiv.ch

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