Open House Basel 2018: Architektur für alle

Open House Basel 2018: Architektur für alle

mgt | 5. April 2018 | Agenda

Open House Basel
Brachten bis anhin lange Nächte den Stadtbewohnern ihre Museen näher, so kommt dieses Jahr mit den Open House Tagen zum ersten Mal deren Architektur-Pendant nach Basel. Ein Veranstaltungsformat, das seinen Anfang 1992 in London fand und heute bereits in 36 Städten weltweit erfolgreich durchgeführt wird. Basel ist nach Zürich und Wien die dritte Stadt im deutschen Sprachraum, die sich Open House Worldwide angeschlossen hat.

Am 5. + 6. Mai 2018 öffnet Basel seine Türen. Eine Gelegenheit für alle, einen Blick hinter die Fassaden zu werfen, die Stadt neu zu entdecken und zu erleben, wie vielseitig in Basel gearbeitet und gewohnt wird. Das Architektur- und Stadterlebnis illustriert in rund 50 historischen und zeitgenössischen Gebäuden die Vielfalt des städtischen Lebens.

Die kostenlosen Führungen verdeutlichen, wie Architektur und Stadtentwicklung zur Lebensqualität beitragen. Dabei wird Vollendetes, Entstehendes und Geplantes erläutert und in den städtischen Kontext gestellt sowie auf direktem Wege Baukultur vermittelt.

Oslo Nord (ffbk Architekten Basel), Bild: Johannes Marburg, Genf

Oslo Nord (ffbk Architekten Basel), Bild: Johannes Marburg, Genf

Architektur für alle
Wer kauft sich einen Kunstkatalog und geht - ohne die Ausstellung zu besuchen - nach Hause, um die Werke zu betrachten? Was jedem Kunstliebhaber absurd erscheint, ist in der Auseinandersetzung mit der Baukultur weit verbreitet. Die grosse Zahl an Architektur-Publikationen verdeutlicht, wie weitreichend die Distanz zu den gebauten Werken ist, und wie abstrahiert und retuschiert deren Wahrnehmung. Architektur nicht räumlich zu erleben bedeutet, ihre wahre Dimension zu verkennen. Das Resultat kann nur eine theoretische Auseinandersetzung bleiben, die Fachleute und Amateure separiert.

Zwar blüht seit Jahrzehnten das Sightseeing in Städten und damit die Vermarktung von Architekturikonen. Doch eine profunde Auseinandersetzung mit der gebauten Stadt und den wirklichen Qualitäten ihrer Bauten, ist dabei kaum zu erreichen. Reale Raumerfahrung ist wichtiger als jede Didaktik. Architektur muss für ein breites Publikum in seinen wahren Dimensionen und Bezügen erlebbar gemacht werden. Dies forderte auch Andreas Ruby, der neue Leiter des S AM, dem Schweizerischen Architekturmuseum an seiner Antrittsvorlesung. Architektur tatsächlich zu vermitteln heisst, sie in ursprünglicher Nutzung und Betrieb zu zeigen, Häuser zugänglich zu machen die ansonsten nicht öffentlich begehbar sind. Nur so kann die wahre Bedeutung und Wirkung durchdachter Baukunst nachvollzogen werden.


Oslo Nord (ffbk Architekten Basel), Bild: Johannes Marburg, Genf

In einer direkten Demokratie mit Volksabstimmungen über Bauwerke für Hunderte von Millionen Franken, ist dies von höchster Bedeutung für die Entwicklung der Stadt. Seine eigene Tour durch private Häuser und Wohnungen - Theater, Kirchen, Museen und Schulen - Büros und Studios - Werkstätten und Ateliers, stellt man sich zusammen unter: www.openhouse-basel.org

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