Mit Struktur ans Werk

Mit Struktur ans Werk

Der Wandel von den organischen zu den mineralischen Aussenputzsystemen eröffnet bis anhin ungeahnte Möglichkeiten für die Strukturierung der Fassadenoberflächen. Alte Techniken, neu belebt, fordern das Handwerk heraus.

Abrieb, natürlich, was denn sonst? Über Jahre hinweg beschränkte sich die Textur der Aussendeckputze auf die Massenware der organischen Deckputze im Körnungsfenster zwischen 1.5 bis 3 mm. Vollabrieb. Das abenteuerliche Anliegen eines Planers oder Bauherrn mit dem Wunsch einer geglätten oder kellenwurfbedeckten Fassade stellte viele Verarbeiter vor erhebliche Ausführungsprobleme. Das war vor ungefähr zehn Jahren der Fall. Mittlerweile hat der Wandel auf die mineralischen Putzsysteme stattgefunden, was jedoch nicht heissen soll, dass sich die Verarbeitung vereinfacht hätte.

   

Strukturierte Deckputze mit stark geprägtem Relief in Form von massiven Besenstrichen, vertieften Kämmungen oder markanten Rollerzeichnungen bedürfen einer formbaren Putzmasse von hoher Nassstandfestigkeit. Mit herkömmlichen, organischen Nassputzen ist diese Art der Deckputzbearbeitung nicht zu bewerkstelligen.
Werkzeuge für Putzstrukturen

Das Augenmerk ist auf die Abstimmung zwischen der aufbereiteten Putzmasse und dem für die gewünschte Struktur spezifische Werkzeug zu richten. Die Konsistenz des Deckputzes entscheidet massgeblich über das Resultat. Der Sarna-Granol «Modellierputz Mineral» ermöglicht eine Reliefhöhe in einem Arbeitsgang bis zehn Millimeter. Die Variabilität dieses Produktes zeigt sich in Besenstrukturen in unterschiedlichen Strichbreiten, Kämmungen, welche durch den Planer konzipiert werden können, Rollmustern mit verschieden Prägungen oder einer sauberen Glättung der Oberfläche.

Gekörnte Deckputze bleiben natürlich im Trend. Mit Abrieben auf mineralischer Basis, vorzugsweise mit gebrochenem Korn, lassen sich markante Oberflächen mittels Holzreibscheibe «schleppen». Spritztechniken erweitern die Palette. Massive Strukturen lassen sich mit den Kellenwürfen von Sarna-Granol erzeugen.

Auch hier ist das Handwerk gefordert, um in effizienter Verarbeitung gleichmässige Oberflächen zu schaffen. Die mineralischen, hydrophoben Deckputzsysteme «AquaROYAL» und «durOeco» von Sarna-Granol sind nach Ecobau erstklassig zertifiziert und auf einer biozidfreien Basis konzipiert. Sarna-Granol hat mit den hochwertigen Silikatfarben von KEIM die optimale Beschichtung der mineralischen Deckputze in das System integriert.

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