Martino Pedrozzi: Architektur verewigen

Martino Pedrozzi: Architektur verewigen

mgt | 24. Jan 2020 | Szene

Seit über 20 Jahren beschäftigt sich der Tessiner Architekt Martino Pedrozzi mit dem Wiederaufbau von verfallenen Alpwirtschaftsbauten hoch oben in den Tessiner Tälern Valle di Blenio und Val Malvaglia. Die Interventionen betreffen den Monte Sceru (1968 m ü. M.) und die Alpe Giumello (2057 m ü. M.). Dabei wurden die verbliebenen Steine, die früher als Baumaterial für die Bauernhäuser gedient haben, gesammelt und zu ihrem ursprünglichen Standort zurückgebracht.

Die Rekomposition der Ruinen ist eine Massnahme für den Landschaftsschutz, den Wiederaufbau der Häuser als Orientierungspunkte in der Region und die Wiederherstellung des öffentlichen Raums. Der Beitrag ist auch ein immaterieller Akt der Pietät gegenüber der Zivilisation, die vor uns gelebt hat. Die Rekompositionen sprechen die Problematik des «Verlassens» an: ein konstantes Phänomen in der Geschichte der Menschheit aufgrund von Konflikten, Klimawandel, wirtschaftlichen Veränderungen, Naturkatastrophen usw. In diesem Fall betrifft das «Verlassen» Bergsiedlungen, die einer seit Kurzem verschwundenen Alpwirtschaft dienten.

Perpetuating architecture

Herausgegeben von Martino Pedrozzi. Mit Beiträgen von Sebastiano Brandolini, Thomas Kissling, Bruno Reichlin und Günther Vogt. Fotografien von Pino Brioschi

1. Auflage, 2020, Park Books
Text Englisch und Italienisch
Gebunden
ca. 112 Seiten, ca. 20 farbige und 69 sw Abbildungen
21.5 x 26 cm
ISBN 978-3-03860-192-0
CHF 39.00

Perpetuating architecture: Hier bestellen


Martino Pedrozzi, geboren 1971, hat nach dem Architekturdiplom an der EPFL und der Tätigkeit in verschiedenen Büros in der Schweiz und im Ausland 1997 sein eigenes Studio in Mendrisio gegründet. Seit 2003 leitet er den Workshop on International Social Housing an der Accademia di architettura in Mendrisio, wo er 2016 auch als Gastprofessor lehrte. Mit seinen Rekompositionen gewann Padrozzi den Sonderpreis des Architekturwettbewerbs Arc-Award im Jahr 2016.

«Architekten sollen Traditionen nicht scheuen», erklärt Martino Pedrozzi im Interview.

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