Liftschacht und Seilbahnmast

Liftschacht und Seilbahnmast

Staldenried ist eines jener Walliser Dörfer, deren öffentliche Verkehrserschliessung über eine Luftseilbahn erfolgt. Letztes Jahr hat die Gemeinde die Seilbahn für total 21.5 Millionen Franken komplett erneuert und drei Stationen mit Aufzügen von AS komfortabler und barrierefrei ausgestaltet.

Die Talstation der Seilbahn in Stalden schmiegt sich direkt an den Perron der Matterhorn-Gotthard-Bahn. Das Gelände unterhalb fällt fast senkrecht in die Schlucht ab, in der die Mattervispa und die Saaser Vispa zusammenfliessen. Die Kabine schwebt leise über dieses tosende Naturschauspiel auf die andere Talseite nach Staldenried. Von dort führt eine zweite Sektion weiter den Berg hoch nach Gspon.

Seit 1951 ist die Gemeinde Staldenried, die aus 33 Siedlungen besteht und sich über mehr als 1000 Höhenmeter erstreckt, per Seilbahn erschlossen. Eine Strasse gibt es erst seit den frühen Siebzigerjahren. Die Liebe der Einheimischen zu ihrem Bähnli ist trotz Auto ungebrochen. In der Abstimmung über die Erneuerung der Seilbahn stimmten mehr als 90 Prozent für das Projekt.

   

Barrierefreiheit und mehr Komfort


Architekt der insgesamt vier Seilbahnstationen ist Hans-Jörg Arnold, in Salt Lake City (2002) Paralympics-Goldmedaillengewinner. Er integrierte in Stalden und Staldenried die Fundamente der alten Bahnstationen in den neuen Betonsockel. Der obere Gebäudeteil ist in Staldenried und Gspon von viel Holz geprägt. Der Architekt setzte in seinen Entwürfen die seit 2004 geltenden Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes um. Die drei Aufzüge von AS sind Teil der nun barrierefreien ÖV-Kette, die Gspon mit Stalden verbindet und weiter nach Visp und dem Rest der Schweiz führt.

Darüber hinaus bringen die Aufzüge jenen Komfort in die Seilbahnverbindung, den die Touristen und Einheimischen sehr schätzen. In der Zwischenstation ‹Zer Chirchu› zeigt sich dieses Upgrade besonders augenfällig: Früher bestand diese Haltestelle aus einer abenteuerlichen Treppe mit luftiger Plattform, die an den Stahlmasten angehängt waren. Heute handelt es sich um eine schlanke, 26 Meter hohe Betonkonstruktion mit einem «Swisslift» im Innern. Oben endet der Lift auf der massiven Zustiegsplattform, die U-förmig um den Turm greift. Dieser ist Liftschacht und Seilbahnmast in einem – eine einzigartige Kombination.

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