Kleine Fassadenkeramik – grosse Wirkung

Kleine Fassadenkeramik – grosse Wirkung

Dreidimensionale Keramikelemente der Serie Craft von Agrob Buchtal verleihen dem vierstöckigen Neubau am ehemaligen Blumengrossmarkt in Berlin-Kreuzberg sein unverwechselbares Erscheinungsbild.

Das städtische Grundstück zwischen Jüdischem Museum, TAZ-Neubau und ehemaliger Blumengrossmarkthalle in Berlin-Kreuzberg ging nicht einfach an den Meistbietenden, sondern an das überzeugendste Konzept. Allein wegen dieses Verfahrens unterscheidet sich das «Integrative Bauprojekt am ehemaligen Blumengrossmarkt» (IBeB) von anderen urbanen Bauten.

Die besondere Wirkung der an sich identischen Keramikelemente entsteht durch die paarweise um 180 Grad gedrehte Montage. (Bild: Agrob Buchtal GmbH/ Jochen Stüber, Hamburg)
Die besondere Wirkung der an sich identischen Keramikelemente entsteht durch die paarweise um 180 Grad gedrehte Montage. (Bild: Agrob Buchtal GmbH/ Jochen Stüber, Hamburg)

Für die Gebäudehülle suchten die Architekten eine Lösung, die robust, handwerklich und natürlich-elegant wirkt, aber zugleich der besonderen Lage des Gebäudes entspricht. «Wir wollten eine Fassade aus einem Material schaffen, das weder hell noch dunkel sein sollte und zudem zu stadträumlicher Qualität beiträgt», sagt Carolin Gyra, Projektarchitektin im Architekturbüro Heide & von Beckerath.

Lebendige Fassadengestaltung

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, entwickelten die Architekten gemeinsam mit Agrob Buchtal mittelgrau glasierte Keramikelemente. Mit Erfolg: Die eingesetzten 157 x 158 mm grossen Platten verleihen der Fassade eine lebendige Optik wie aus Tausenden von Pixeln. Je nach Standpunkt erscheint sie mal hell und mal dunkel. Die flirrende Wirkung der an sich identischen Pixel entsteht einerseits durch die leicht changierenden Farbtöne der auf traditionelle Weise im Tunnelofen gebrannten Keramikelemente. Andererseits beruht sie auf dem unregelmässig-dreiecksförmigen Querschnitt, der zwei unterschiedlich geneigte Ansichtsflächen erzeugt, sowie der paarweise um 180 Grad gedrehten Anordnung, die für unterschiedlichste Lichtreflexionen und Spiegelungen sorgt.

   

Preisgekrönte Fassadenkeramik

Der Bund Deutscher Architekten (BDA) honorierte diese Einzigartigkeit und Kreativität mit dem BDA Preis Berlin 2018. Das Integrative Bauprojekt am ehemaligen Blumengrossmarkt (IBeB) war zudem Finalist des Preises des Deutschen Architekturmuseums 2019 und stand auf der Shortlist des Mies van der Rohe Awards 2019.

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