Im Solisten-Lift spielt die Musik

Im Solisten-Lift spielt die Musik

Vier Jahrzehnte lang stand der ungewöhnlich schmale Lift im Dienst. Dank grossem Einsatz ist nun die «unmögliche» Gesamtsanierung gelungen. Der vielleicht kleinste Lift von Zürich bietet Platz für genau eine Person.

Mit rund 40 Betriebsjahren gehörte der Personenlift im Zürcher Seefeld zu den Oldtimern. «Mein Vater hat den Lift damals für meinen Grossvater einbauen lassen. Damals gab es noch keine Treppenaufzüge», erinnert sich Bauherr Thomas Niggli. Die Anlage stammte von der Gebauer AG, einer Vorläuferfirma der heutigen AS Aufzüge, und funktionierte noch problemlos. Aufgrund der kantonalen Richtlinie «Erhöhung der Sicherheit an bestehenden Aufzügen» (Esba) wurde jedoch eine Gesamtmodernisierung fällig.

Massarbeit: der filigrane Liftschacht im Treppenauge.                        Für die Modernisierung musste jeder Zentimeter genutzt werden.


Der Lift im Haus der Familie Niggli wurde seinerzeit in das Treppenauge eingebaut, und ein grosser Teil des Schachtes ist in Glas ausgeführt. Heutige Liftsysteme benötigen jedoch ungleich mehr Platz, und so schien die Modernisierung zunächst aussichtslos. «Ich habe bei verschiedenen Firmen Offerten für die Modernisierung eingeholt.

Bauherr Thomas Niggli hatte Glück:
In den Einpersonenlift passt auch noch seine Sitar.
Die meisten Monteure sahen den Lift und machten gleich auf dem Absatz kehrt», berichtet Thomas Niggli. Für kurze Zeit erwog er, den Lift plombieren zu lassen. Bis er sich an AS Aufzüge wandte. Dort wurde das Projekt von Silvio Curia, Verkaufsingenieur Modernisierung, betreut. «In der Stadt Zürich erneuern wir pro Jahr etwa fünf bis sechs vergleichbare Aufzüge. Aber dieses Objekt war wirklich ein Spezialfall», sagt Curia.

Mit Tetris zum Ziel
Der alte Lift war für zwei Personen und eine Nutzlast von 180 Kilogramm ausgelegt. Die neue Anlage erfüllt sämtliche Vorschriften, bietet aber nur noch Platz für eine Person. «Für die heute notwendige Elektronik und Mechanik hatten wir fast keinen Platz. Darum musste fast jedes Teil vor dem Einbau modifiziert werden und die Platzierung war sehr anspruchsvoll», sagt Silvio Curia. Das Resultat des geduldigen Tetris-Spiels mit den Komponenten ist eine Lösung, die alle Vorschriften erfüllt, aber ganz anders aufgebaut ist als ein regulärer Lift. So wurde der Anschlusskasten nicht wie üblich auf dem Dach platziert, sondern unterhalb der Kabine. Auch für die Steuerbirne mussten verlängerte Kabel verwendet werden.

Angetrieben wird der Lift von einem G-300-Aggregat. Der bestehende massive Kabinenkörper wurde im Zuge der Sanierung umgebaut. Neben den Türen und dem eindrücklichen Schacht ist er der einzige Zeuge der alten Anlage.

Blick vom Erdgeschoss in die Schachtgrube.

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