Gestapelte Wohntürme in Hongkong

Gestapelte Wohntürme in Hongkong

Silva Maier | 3. Oktober 2017 | Szene

Wie müssen in Hongkongs überhitztem Immobilienmarkt Wohnhäuser beschaffen sein, damit sie bezahlbar und dennoch räumlich grosszügiger sind? Diese Frage stellte kürzlich ein offneer Ideenwettbewerb der Plattform beebreeders.com. die Antwort des Gewinnerprojekts: Wie ein Turm aus Türmchen.

Der Immobilienmarkt in Hongkong gilt als teuerster der Welt. Zwischen heuet und 2012 haben sich die Preise verdoppelt. Und Mikro-Apartments mit einer Fläche von rund 30 Quadratmetern sind für viele Bewohner der Metropole Alltag geworden. Wie mit dem überhitzten Wohnungsmarkt umgegangen werden kann oder vielmer wie die Häuser gebaut sein müssen, um die Wohnungsnot zu entschärfen, diese Frage hat die offene Wettbewerbsplattform beebreeders.com gestellt und nach Konzepten für Wohnbauten gesucht. Sie sollten günstig gebaute werden und sich an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen können.

Die viergeschossigen Wohntürmchen des Projekts «Tower within a tower» lassen sich je nach Umgebung unterschiedlich arrangieren. © zvg

Die viergeschossigen Wohntürmchen des Projekts «Tower within a tower» lassen sich je nach Umgebung unterschiedlich arrangieren. © zvg

Eines davon ist ein luftiger Turm aus pastellfarbenen, grosszügig verglasten Boxen: Eine Wohneinheit besteht aus unterschiedlich hohen, aufeinandergestapelten Modulen. Damit können ide ienzlenen Wohnungen an unterschiedlichste Bedprfneisse angepasst werden, sowohl an jene von Familien, als auch von Paaren oder Singles. Die Fläche der Wohnungen ist jedoch im Vergleich zu hiesigen winzig.: Sie umfassen zwischen 32 und 42 Quadramter. Die kleinen Wohntürme werden so arrangiert, dass jeweils mehrere nebeneinander zu stehen kommen und so für spannende Durch- und Ausblicke sorgen.

Jeweils vier übereinandergestapelte Kuben bilden eine Wohneinheit © zvg


Die Idee stammt aus der Feder von Alison Von Glinow und Lap Chi Kwong vom US-Büro Kwong Von Glinow sowie von Kevin Lamyuktseung. Die Architekten konnten die Jury mit ihrem Vorschlag überzeugen und landeten auf dem ersten Platz. Dass ihnen die Situation in Hongkong vertraut ist, dürfte bei ihrem Vorschlag geholfen haben. Sie arbeiten zurzeit an verschiedenen Umbauprojekten von Wohnüberbauungen in der Megacity.

Durch die lockere Stapelung der Glaskuben entstehen selbst im Erschliessungskern spannende Ausblicke © zvg

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