Fassadenelemente auf knapp 3000 M.ü.M.

Fassadenelemente auf knapp 3000 M.ü.M.

Leicht, effizient und ästhetisch: Auf knapp 3’000 Meter über Meer verkleidete die HP Gasser AG aus Lungern mit ihrer EFTE-Fassadenlösung die Talstation der höchsten Dreiseilumlaufbahn (3S-Bahn) der Welt.

Es war ein Projekt der Superlative: Auf der höchsten Baustelle Europas wurde die höchste 3S-Bahn der Welt erstellt. Seit September 2018 befördert diese auf der Strecke Trockener Steg – Matterhorn „glacier paradise“ bis zu 2’000 Gäste pro Stunde auf 3’883 Meter über Meer. Neun Minuten dauert die Fahrt zur höchstgelegenen Bergbahnstation Europas. 52 Millionen Franken investierte die Zermatt Bergbahnen AG in die Skigebietsverbindung zwischen der Schweiz und Italien.



Kein Wunder, dass bei einem solchen Projekt eine Vielzahl von Spezialisten am Werk war. «Ein sicherer Wert», wie es der zuständige Architekt Hans Zurniwen ausdrückte, war die HP Gasser AG aus Lungern. Unter herausfordernden Bedingungen montierten die Obwaldner Membranbauer auf 2’923 Meter über Meer innert kürzester Zeit die Nord- und Ost-Fassaden der Talstation Trockener Steg. Gemäss Zurniwen «kein Ort für Experimente. Hier muss die Zusammenarbeit noch besser als im Tal funktionieren.»



Effizient und leicht
Der Holzbau des Zermatter Architekturbüros arnold/perren/zurniwen ist in dieser Exposition und Grösse wohl einzigartig. «Ganz und gar nicht der typische Stahl-Beton-Kasten», sagt Hans Zurniwen nicht ohne Stolz. Und zur Fassadengestaltung: «Es steckt eine wahnsinnige Technik hinter dem Projekt, die auch noch gut aussieht und gezeigt werden darf.» Zum Einsatz gelangten so rund 500 Quadratmeter transparente EFTE-Folie – auf Aluminium-Profile gespannt und fixfertig vormontiert. Nebst der effizienten Montage vor Ort war gleichfalls das Gewicht der Konstruktion entscheidend: «Sobald man weg von der Strasse baut, ist immer auch der Transport ein Thema. Weniger Tonnage bedeutet weniger Rotationen», verweist Zurniwen auf den Lufttransport per Helikopter.



Die Detaillösungen habe man mit der HP Gasser AG während einer intensiven Projektentwicklung Hand in Hand ausgearbeitet. «Sie hatten stets ein offenes Ohr für uns Planer und die Bauherrschaft.» So entstand beispielsweise die dezente Zwei-Seillösung zur Stabilisierung der EFTE-Folie aufgrund der alpinen Wind- und Sogkräfte. Dabei hält je ein Drahtseil auf der Innen- wie Aussenseite die dazwischenliegende Folie an ihrem Platz, ohne optisch ins Gewicht zu fallen. Sämtliche Stösse und Schnittstellen galt es zudem schneesicher abzudichten. Präzision und Einfallsreichtum, die sich im vergangenen, schnee- und sturmreichen Winter bereits mehr als bewährt haben, wie Hans Zurniwen unterstreicht.

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