Blick in die Zukunft

Blick in die Zukunft

Katharina Weber | 4. Apr 2019 | Digitalisierung

Blockchain, Mixed Reality und grüne Stadtoase – so vielfältig waren die Themen bei der Konferenz Architektur 19, die dieses Jahr erstmalig im Zürcher Kulturhaus Kosmos stattfand. In zwei parallelen Blöcken berichteten über zwanzig kreative Köpfe über angesagte Themen aus dem Bereich Architektur. «Damit wir eine Vorstellung davon bekommen, was morgen sein soll», so der Veranstalter.

“Gäste
Die Gäste der Konferenz Architektur 19 im Zürcher Kulturhaus Kosmos sassen zwischen einer Installation von Clou Architekten. Foto: Blofeld


Blockchain für mehr Demokratie
Mit der Frage, wie die Blockchain-Technologie die Architektur beeinflussen wird, beschäftigte sich Dimitry Demin von «AlgoTecture». Auf dieser Plattform versuchen die Betreiber Algorithmen und Architektur miteinander zu verbinden, um Baudaten mittels Blockchain-Technologie einfacher zu verwalten. «Blockchain im Gebäudezyklus eingesetzt soll allen am Bau Beteiligten ermöglichen, die Hoheit über ihre Daten zu behalten. Damit können sie an der Wertschöpfungskette über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes profitieren», so Demin. Dies werde durch ein dezentralisiertes System erreicht, in dem die Stakeholder Informationen unmittelbar austauschen können.

Da der bebaubare Raum insbesondere in der Schweiz knapp ist, müsse ein Umdenken in der Gesellschaft stattfinden. Blockchain könne dabei helfen, Entscheide über die Gestaltung des gebauten Raums demokratischer und transparenter zu fällen und mehr Menschen an der Wertschöpfungskette teilhaben zu lassen.

Mehr Grün
Für mehr Grün in der Stadt plädierten einstimmig die Referenten des Blocks «Green up your life – Wenn die Oase zur Stadt wird». Diese Einstimmigkeit warf die Frage auf, warum es dann nicht mehr Grün in der Stadt gäbe. Landschaftsarchitektin Martina Voser meint dazu: «Es gibt viele Bauherren, die auf Grün verzichten, weil es im Unterhalt kostenintensiv ist. Neben der Pflege ist oftmals auch die ‹Verschmutzung› durch herabfallende Blätter unerwünscht.»


«Mixed Reality besitzt mehr Aussagekraft als die üblichen Bauprofile»
Marko Bublic, Afca



Gemischte Realität
«Mixed Reality in der Architektur besitzt deutlich mehr Aussagekraft als die üblichen Bauprofile», erklärt Marko Bublic von Softwareentwicklerin Afca. Mixed Reality ist zwar das Schlagwort der Gaming-Industrie, findet aber auch in der Architektur immer mehr Anklang. Virtuelle Objekte werden dabei in den realen Raum hineinprojiziert. So kann ein geplantes Gebäude an seinem zukünftigen Standort mit einer Hololens virtuell betrachtet werden.

3D-Plattform Luucy mit Ortsmodell
Mit wenigen Klicks lässt sich mit der 3D-Plattform Luucy darstellen, wie sich eine Veränderung der Überbauungsziffer auf das Ortsbild auswirkt. Bild: Imhof Odinga AG


Diesen Fortschritt macht sich auch Raumentwickler Mark Imhof zunutze, indem er städtebauliche Zukunftsszenarien in dreidimensionalen Ortsmodellen entwirft. «Mit der 3D-Plattform Luucy kann ich ganz einfach visualisieren, wie sich eine Veränderung der Überbauungsziffer auf den Städtebau auswirkt – inklusive Schattenwurf», demonstriert Imhof eindrucksvoll.

Trotz spannender Themen, hochkarätiger Referentinnen und Referenten sowie angenehmer Atmosphäre blieb die Besucherzahl überschaubar. Der Beginn der Veranstaltung um 9 Uhr morgens mag ein Grund dafür gewesen sein.

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