Aufstockung geplant?

Aufstockung geplant?

Projektbeschrieb Mehrfamilienhäuser Nyon
Die Tragfähigkeit des Fundamentuntergrundes von zwei aneinandergebauten Wohnhäusern im Zentrum von Nyon (VD) wurde im Hinblick auf ihre Aufstockung erhöht. Dazu wurde expandierendes URETEK-Kunstharz injiziert.

Der Fundationsuntergrund von zwei in den Fünfzigerjahren erbauten Gebäuden war nicht in der Lage, die Last von der Aufstockung zweier Etagen zu übernehmen. Mit der URETEK-Methode konnten die Eigenschaften des Fundamentuntergrundes verbessert und an die neuen Lasten angepasst werden.

Erhöhung der Tragfähigkeit des Fundamentuntergrundes erforderlich
Die Fundationen des zentralen Trakts dieser unterkellerten Gebäude liegen in glazial-lakustrischen Ablagerungen (wenig kompakte Feinsande und Silte des Würmrückzuges), die kompakteres Moränenmaterial des Rhônegletschers überdecken. Die Bodenplatten der westlichen und östlichen Teile der nicht unterkellerten Gebäude liegen oberflächennah zum Teil auch in Aufschüttungsmaterial aus der Bauzeit und Kolluvionen (Korrektur eines alten Bachlaufes).
In Anbetracht des angetroffenen Untergrundes ist das Fundationssystem auf keinen Fall in der Lage, die Last der zwei neuen Stockwerke zu übernehmen; es wurde beschlossen, die Tragfähigkeit des Untergrundes mittels Injektionen von expandierendem Kunstharz zu verbessern.

Injektion von expandierendem Kunstharz
Injektionslöcher wurden in regelmässigen Abständen entlang der Aussen- und Innenmauern auf einer Länge von 93.50 m für das Untergeschoss und 89.50 m für die seitlichen Erdgeschosse gebohrt. Das Verfahren besteht darin, URETEK-Kunstharz durch die Löcher in den Untergrund zu injizieren. In einer ersten Phase konzentriert sich das Kunstharz in unmittelbarer Nähe der Fundationen im Untergrund und verbessert dessen geomechanische Eigenschaften und füllt allfällige Hohlräume. In einer zweiten Phase wurde der Fundationsuntergrund mittels Injektionen in weiteren Tiefen (bis -3 m - -4 m von UK Fundament) konsolidiert, und eine starke Verdichtung des Untergrundes wurde dank dem grossen Expansionsvermögen des Harzes erreicht (Expansionsdruck bis zu 10 000 kPa = 100 kg/cm²).

Das Harz expandiert in den Fundationsuntergrund. Sobald der Terrainwiderstand grösser ist als die Lasten des überlagernden Geländes und der darüberliegenden Struktur, wirkt der Druck der Expansion des Harzes gegen oben. Der Zeitpunkt, wo der Expansionsdruck des Harzes gegen oben wirkt und die Hebung der Struktur bewirkt, wird mittels Laser festgehalten.

Der Untergrund ist dann konsolidiert und die Tragfähigkeit des Terrains gross genug, um die Last der zusätzlichen Stockwerke zu übernehmen, was durch penetrometrische Messungen vor und nach den Injektionen belegt wurde.



Vorteile der URETEK-Methode
Ein wesentlicher Vorteil der «URETEK Deep Injections®» gegenüber baulichen Massnahmen ist, dass sie innerhalb von Gebäuden und selbst bei engsten Platzverhältnissen angewendet werden kann. Die gesamte Injektions-Apparatur befindet sich in einem LKW installiert, welcher bis maximal 70 m vom Injektions-Bereich entfernt stehen kann. Für die Injektionen benötigen die Techniker für die Bohrungen, das Abteufen der Injektionsrohre und die Kunstharz-Injektionen lediglich Platz in der Breite von ca. 1 m und in der Höhe von ca. 1.5 m.

Die URETEK-Methode eignet sich nicht nur dazu, bei aufgetretenen Setzungsschäden den Baugrund zu verstärken und Fundamente zu stabilisieren, sondern auch wie in diesem Fall dazu, den Boden im Hinblick auf höhere Lasten in Folge von Aufstockungen optimal zu verdichten und zu konsolidieren (siehe Artikel «Verdichtetes Bauen»).

   


Weiteres Beispiel: Centre Patronal, Paudex

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